Die Chronik des Dortmunder Amateurfunkmarktes

Auch der dritte Dortmunder Flohmarkt der Funkamateure am 8. Dezember 1973 fand im Saal der Actienbrauerei statt. Jetzt sprach man schon vom "traditionellen Flohmarkt", und die wiederum gestiegene Besucherzahl bestätigte erneut die große Beliebtheit dieser Einrichtung unter Funkamateuren.
Da eine weitere Steigerung der Kapazität in den bis dahin benutzten Räumen nicht möglich war, wurde ab 1974 der Flohmarkt in die Dortmunder Westfalenhallen verlegt. Zum bewährten Organisationsteam kamen teilweise neue Mitstreiter hinzu. OM F. Thomann, DK4CL übernahm von da ab die Betreuung des Informationsstandes, OM Fritz Kirchner, DJ2NL, fungierte als "Billiger Jakob" mit Zylinder und einer 120 Watt Verstärkeranlage.
(Quelle: Chronik des OV Dortmund S.202)
Eine Besonderheit des Dortmunder Flohmarktes sollte nicht unerwähnt bleiben. Die OM's, die den Flohmarkt besuchen, nehmen sehr häufig ihre Ehefrauen und/oder Kinder mit zum Flohmarkt. Ob diese sich an dem Dortmunder Flohmarkt ebenso begeistern können, wie das "funkende Familienoberhaupt" ist fraglich. Darum kam schon sehr früh im 0V Dortmund der Gedanke auf, den Damen und Kindern, die den Dortmunder Flohmarkt besuchen, einen Schokoladen-Nikolaus zu überreichen. Die Aufgabe der Verteilung dieser Schokoladen-Weihnachtsmänner übernahm der "Billige Jakob mit Zylinder" DJ2NL Eine schöne nette Geste zum Nikolaustag, der ja immer mit dem Datum 6. Dezember in der Nähe des Flohmarktes liegt. Eine lange Tradition, die wohl einmalig in Deutschland ist.

Der Dortmunder Flohmarkt hatte inzwischen Dimensionen erreicht, die man ohne Übertreibung als Großveranstaltung einstufen konnte. Dabei beschränkt sich die Tätigkeit der Organisation nicht nur auf den Tag, an dem der Flohmarkt stattfindet, sondern das gesamte Jahr davor ist mit Arbeiten für die Vorbereitung des Flohmarktes ausgefüllt. Hier sind neben vielen anderen Helfern die OM´s Ulrich Kuckling , DL2DAF und Reinhard Klecker, DK1DO, zu nennen, Während OM U. Kuckling alle Interessenten für Stände auf dem Flohmarkt in seinem Computer gespeichert hat, die Anmeldekarten druckt und verschickt, überhaupt den gewaltigen Schriftverkehr erledigt, obliegt es OM R. Klecker, die Verhandlungen mit der Geschäftsleitung der Westfalenhallen GmbH zu führen usw. Einen Tag vor dem Flohmarkttag hat dann der 0V Dortmund Großeinsatz. Tische und Stühle werden herbeigeschafft und nach einem bestimmten vorher festgelegten Plan aufgestellt.
(Quelle: Chronik des OV Dortmund S.207)